Aktuelles

17.06.2019

Ehrung der Opfer des 17. Juni

Im Gedenken an den Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953 in Delitzsch wurde unter der Gedenktafel in der Dübener Straße ein Blumengebinde niedergelegt und der Opfer gedacht.

Jährlich wird in Delitzsch der Opfer des Volksaufstands in der DDR am 17. Juni 1953 gedacht, der damals mit brutaler Gewalt niedergeschlagen wurde.

Wie in Delitzsch gingen vor 66 Jahren in der DDR in etwa 700 Ortschaften gegen die politisch und wirtschaftlich angespannte Lage rund eine Million Menschen, denen ihre Freiheit so wichtig war und sie ihre Furcht überwanden, auf die Straße.

Die großen Proteste in den Chemiebetrieben Bitterfeld und Wolfen kamen mit den Pendlern, die dort arbeiteten, am Nachmittag des 17. Juni nach Delitzsch. Am Unteren Bahnhof formierte sich ein Demonstrationszug, der sich zum Gebäude des damaligen Volkspolizeikreisamts bewegte und die Freilassung politischer Gefangener forderte.

Polizisten feuerten in den Demonstrationszug und töteten den Maurer Joachim Bauer aus Brodau und den Maschinenschlosser im Bahnwerk Gerhard Dubielzig.

Nach dem 17. Juni gab es Festnahmen von Teilnehmern an der Demonstration und von Unbeteiligten, die sich zufällig oder aus Neugier in der Nähe des Demonstrationszuges aufhielten. In politischen Schauprozessen wurden sie zu langen Zuchthausstrafen verurteilt. So auch Lilly Zörner, die als 20jährige in Zschortau verhaftet wurde und eine zweieinhalbjährige Zuchthausstrafe verbüßen musste.

Unser Facebook-Post hat 46 Personen erreicht (abgerufen 14.07.2019).